Das Celluloid hat leider, durch Verlust des Weichmachers, die Eigenschaft mit den Jahren sehr spröde und zerbrechlich zu werden. Allein die statische Form sorgt noch für ein einigermaßen stabiles Verhalten. Kleinere Belastungen können jedoch schon zu großen Schäden führen. Als Weichmacher für das Celluloid wurde Kampfer genommen. Übrigens auch ein beliebtes Mittel zum bekämpfen von Motten. Genannte Mottenkugeln wurden zwischen die Wäsche gelegt und waren dann eines Tages verschwunden, genau wie unserer Kampfer bei den Celluloid-Puppen. Das Gleiche kennen wir auch von den Gartenschläuchen, die durch Ausschwämmen des Weichmachers hart und unhandlich werden. Kampfer kann den Cellteilen nicht mehr zugeführt werden und das ist nun mal der einzige Weichmacher für dieses Material. Es ist auch unsinnig zu glauben, dass Cell-Puppen durch Bestreichen mit Butter, Nivea-Creme oder anderen geheimnisvollen Tinkturen  wieder weich und elastisch werden würde.

Da Celluloid ein Thermoplast ist, kann es über Wärme verformt werden, wird dann aber wieder sofort hart und spröde. 

Mein Rat : Seien Sie mit den Celluloid-Puppen sehr vorsichtig. Legen Sie diese nicht in die Sonne, stellen sie die Puppen nur dort auf, wo Sie sich auch selber wohlfühlen. Die Spannung sollte nicht fest sein. Reinigen kann man diese Puppen sehr gut mit Rasierschaum aus der Sprühdose, er hat wenig Wasser. Zuviel Wasser kann bei manchen Oberflächen zu matten Stellen führen. Hier ist Luft zwischen der Farbe und dem Untergrund eingedrungen. Alkoholdämpfe können hier sehr gut Abhilfe schaffen. Doch Vorsicht, sie können auch die Farbe auflösen. Kann auch bei Gliederpuppen angewendet werden.