Augen sind ein ganz wichtiges Thema bei den Puppen, können diese doch das Aussehen stark beeinflussen. Frühe Augen hatten meistens keine Iris und waren teilweise sehr kräftig eingefärbt, wobei ein sehr intensives Blau oder Braun nicht selten war.
Die Form war zu dieser Zeit oval und änderte sich dann erst viel später auf rund. Fest hat man sie auch eingesetzt. Beweglich wurden sie dann erst so kurz vor dem 20. Jahrhundert. Manche komplizierte Mechanik wurde ersonnen.
  befestigt. Die Augendeckel wurden mit Bariumsulfat, Pigmenten und Leim aufgemalt. Zum Schluß wurde der Augensteg noch mit einer genau abgestimmten Wachsschicht überzogen. Damit die Augen sich auch bewegen konnten, fertigte man aus Gips und Leim zwei Gelenkschalen an, die direkt in den Kopf gegossen wurden. Wie man sieht, ein sehr aufwendiger Weg, der aber notwendig war, um die Augen entsprechend ausdrucksvoll zu gestalten.
Man wußte natürlich auch, Porzellan und Glas dürfen sich nicht berühren und hat deshalb an den Augenausschnitten, zum Schutz vor dem Verkratzen, eine Wachsschicht gelegt.
Der Augensteg wurde aus Draht gebogen und mit einem Gewicht aus Zinn versehen, dann die Augen mit unterschiedlichen Massen am Steg
Wenn wir..... Augen einsetzen, gehen wir den gleichen Weg. Wir nehmen die gleichen Materialien. Wir fertigen den Augensteg an und gießen auch das entsprechende Gegengewicht aus Zinn. Wir stellen das richtige Wachs zusammen. Wir geben uns auch sonst alle Mühe, alles nicht nur gut, sondern sehr gut zu machen.
Augensteg anfertigen und Schlafaugen einsetzen
Augensteg mit Gegengewicht
Augensteg mit Glasaugen
Glasaugen am Steg befestigt
Stegbrücke angefertigt
Stegbrücke und Augen beschichtet
Stegbrücke und Augen beschichtet
Augen mit Wachs überzogen
Augen mit Wachs überzogen
Gelenkschalen aus Gips angefertigt, damit die Augen als Schlafaugen eigesetzt werden können. Augenausschnitte gewachst und Korkanschläge eingebaut.